auf dieser Seite muss zu allererst mal erwähnt werden daß sich keiner der Autoren dieser Website zu den bekennenden ausgesprochenen Freestylern zählt. Das kommt sicher daher, das man im etwas "reiferen" Surfalter es sich einfach nicht mehr leisten kann, sich ständig die Knochen zu verbiegen. Dennoch finden wir, das freestylen eine enorme Bereicherung für den Windsurfsport darstellt.

-Helitack (auch Sinkerwende):
Die Wende für "Faule". Ein normaler Surfer scheut sich etwas vor jeglicher Arbeit, geht lieber jede Minute seinem Hobby nach und macht deshalb auch keinen Schritt zuviel. Schließlich muß man ja irgendwie auch Power für die "After-Beach-Party" aufsparen. :) Wozu dann also bei der Wende mühsam vorn um den Mast rumsprinten ? Bei der Helitack bleibst du einfach hinten stehen und lässt das Segel den Weg vorn rum machen.
Geht folgendermaßen: Anluven wie bei der normalen Wende, sobald die Nose gegen den Wind zeigt machst du mit dem vorderen Fuss einen Schritt an den Mastfuss drücktst das Schothorn gegen den Wind vorn über die Brettspitze. Jetzt stehst du Backwinds und hast die Gelegenheit das Board schon etwas in die neue Fahrtrichtung zu drehen. jetzt nur noch das Schot durch den Wind drücken. Dann schlägt das Segel meist sauschnell um auf die neue Seite. Dabei musst Du nur dafür sorgen das der Mast möglichst senkrecht bleibt. Geht am besten mit einer Hand direkt am Mast unterhalb der Gabel. Die Rotationsfliehkräfte des Riggs können dich sonst Richtung Lee mitreißen. ansonsten gibt es eigentlich nicht viel zu beachten.
Voraussetzungen: einfache Wende, Backwindfahren
Duck-Tack (o. Stall-Tack)
Ablauf: Auf Halbwindkurs wechselst Du deine Fußstellung in eine
Art switch stance*. Da
diese Stellung relativ unbequem ist und dein Sportgerät sich so schwer
kontrollieren lässt muss jetzt alles sehr schnell gehen. Während du das
Segel bis zur „neutralen“ Stellung auffierst* gibt dein jetzt hinterer
Fuß sensiblen Druck auf die Luvkante*. Das Board luvt an und du
„schmeißt“ dein Rigg gefühlvoll nach Luv, aber nicht weg. Kommt das
Schothorn am Kopf vorbei gibst du diesem einen kräftigen Schubs nach
unten, dadurch kommt wieder Wind ins Segel und verhindert, daß es flach
auf dem Wasser landet. Jetzt stehst back du auf der anderen Seite und dein
Rigg müsste Dir wieder entgegenkommen. Den Rest kennst Du bereits von der
Helitack oder dem 360èr.
Je länger das Rigg "freischwebend" in der Luft hängt desto cooler kommt die
Duck-Tack rüber !!
Voraussetzungen: Backwindfahren, Heli oder 360’er
360'er
Den 360'er lernst Du am besten, indem die einzelnen Phasen in fast umgekehrter Reihenfolge trainierst. Zuerst auf einem etwas größeren Board welches nicht gleich absäuft, die Phase 2 : das Backwindfahren mit Blick zum Segel üben. In dieser Position ein paar 100m geradeaus fahren, damit Du ein Gefühl für das ,,Segeldrücken" bekommst. Phase 3 ist dann, aus der eben beschriebenen Haltung anzuluven und auf die ,,neue" Seite zu wechseln. Dazu gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, nur mußt du solang gegen das Segel drücken bis deine Boardspitze durch den Wind gewendet hat, und erst dann auf der ,,neuen" Seite dichtholen. Erst wenn das alles funktioniert, lohnt es sich den 360'er von Anfang an zu üben, denn am Anfang wirst Du nicht schnell genug ,,rumkommen" um keinen Gegendruck im Segel zu spüren. Phase 1 ist einfach wie bei einer Powerhalse in die Kurve gehen und dabei so wenig Speed wie möglich zu verlieren. Nicht zu zeitig das Segel hinten ,,überziehen" !!, sondern erst wenn etwas Druck von der ,,falschen" Seite spürbar ist. Obwohl der 360'er bereits Mitte der 80'er von einem Eskimo erfunden wurde ist er heute noch , perfekt hingelegt, trotz aller Willy-Skippers, Gruppies und Spocks usw. noch ein echter ,,Hingucker".
Sail 360:
Der Name lässt es erahnen, hier
macht der Surfer mit dem Segel eine komplette Drehung während das Board
weiter geradeaus gleitet. Ein reiner Showmove ohne jeglichen Sinn, sieht
aber cool aus und ist gar nicht so schwer zu erlernen, jedoch nahezu eine
Pflichtübung als Basic für alle die sich früher oder später mal an den
"Goiter" heranwagen wollen.
Den vorderen Fuß unmittelbar hinter den Mastfuß platzieren, beide Arme so
weit wie möglich anwinkeln. Kopf nach Luv in Fahrtrichtung und dann nach
hinten drehen, da ja bekanntlich der Kopf lenkt. Die Rotation kommt dann
fast automatisch. Je schneller desto einfacher geht’s rum
Die virtuelle Rotationsachse sollte sich zwischen Dir und dem Mast
befinden. Nicht den Mast als Drehachse fixieren, dann fliegst Du aus „der
Kurve“. Das Segel ist quasi das Gegengewicht was die Fliehkräfte des
Körpers bremst.
weitere Freestylemoves.....
Wie oben schon gesagt, schreiben wir nur über Moves die wir auch selbst können. Ihr könnt jedoch gern mal selbst ein paar pics oder ein Movie senden. Einfach Mail an webmaster !! ...wird garantiert hier mit eingebaut!!
spock540 vid
stalltack vid
helitack
willyskip vid
old scool 360er vid