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-Schotstart:

.....Wer noch nicht den Beachstart oder den schwereren Wasserstart beherrscht, sollte sich zuerst des Schotstarts bedienen. Auch auf den modernen großvolumigen Brettern mit ihren großen Segeln, geht ein Schotstart oft schneller als ein Wasserstart. Die Schwierigkeit beim Schotstart liegt nicht darin, das Segel aus dem Wasser zu holen, sondern dabei seine Kraft und die Wirbelsäule zu schonen. Am einfachsten funktioniert der Schotstart, wenn das Segel im 90° Winkel zum Brett liegt. Ein Bein steht vor, das andere hinter dem Mastfuß auf der Längsachse des Boardes. Mit gebeugten Knien (fast in der Hocke) auf das Board stellen. Das Segel dann etwas aus dem Wasser ziehen und dabei darauf achten, dass der Rücken immer gerade bleibt. Man zieht die ersten schweren Zentimeter nur mit der Kraft der Beine. Hat man das Segel etwas aus dem Wasser gezogen, so richtet der Wind  langsam das Brett aus. Geduld haben ! Das Brett steht dann irgendwann im 90° Winkel zum Wind und das Segel befindet sich in Lee (die dem Wind abgewandte Seite). Jetzt kannst du das Segel ohne jeglichen Druck vom Wind weiter hochziehen. Nun greift zuerst die Masthand den Mast oder vorn an die Gabel, und dann die Segelhand den Gabelbaum. Nun neigst du den Mast nach vorne, so dass das Brett beim losfahren nicht gleich wieder gegen den Wind dreht. Sobald das Surfbrett Fahrt aufnimmt, setzt du den vorderen Fuß hinter den Mastfuß und holst dann das Segel weiter dicht.

Beachstart:

Einfach im flachen Wasser aufsteigen und losrauschen, kein Problem denken die meisten. Sieht ja schließlich so easy aus, …denkste! Hauptproblem ist auch hierbei wieder das entsprechende belasten des Mastfußes im richtigen Zeitpunkt. Vernachlässigt man dies dreht das Board sofort in den Wind. Deshalb im Moment des Aufsteigens (mit dem hinteren Fuß zuerst) deinen Körper mitsamt Rigg in die Fahrtrichtung nach vorn neigen.

Die optimale Richtung beim aufsteigen ist etwas raumschots, da dabei die "Luvgierigkeit" etwas geringer ist.

Ausgerichtet wird das Board genauso wie bei den Grundtechniken bereits gelernt: Segel nach hinten Board dreht in den Wind (luvt an) Mast etwas nach vorn in Richtung Fahrtrichtung aufrichten- Board dreht auf den gewünschten Raumkurs (fällt ab).

Voraussetzungen: Segelsteuerung

 

-Wasserstart

Ein schneller und Kraftsparender Wasserstart ist bei Boards mit weniger als 110l Volumen eine unbedingte Voraussetzung für maximalen Spaß auf dem Wasser und nicht zuletzt aus Sicherheitsgründen notwendig.  Der Beachstart sollte dabei schon kein Problem mehr sein.

 Der Kräftezehrende Teil beim Wasserstart ist das Ausrichten des Segels. Dabei muss das Rigg Schwimmenderweise so gedreht werden, das beim Hochdrücken des Riggs (welches immer vom Top her gemacht wird) die Mastseite vom Wind angeströmt, bzw. das Aufrichten des Segels unterstützt wird. Bist du auf Gabelhöhe angekommen kannst du dich zusätzlich mit der späteren Segelhand auf dem Board abstützen nur die Masthand greift am Gabelkopf. Auf diese Weise nutzt man am besten den Auftrieb des Boardes. Ist der Wind einmal unters Segel gefahren gilt nur eines: Schothorn (Gabelbaumende) muss raus aus dem Wasser!! und zwar so schnell wie möglich. Dazu mit der beschriebenen Grifftechnik das Rigg mit der Masthand nach Luv ziehen. Das Segel produziert jetzt schon Auftrieb, deshalb greift die Segelhand an die Gabel. Durch strecken und beugen der Segelhand lässt sich jetzt, ähnlich wie beim Beachstart, die Richtung des Boardes stabilisieren, welches immer auf Halbwind in die neue Fahrtrichtung zeigen sollte. Als nächstes kommt nun der noch wild paddelnde hintere Fuß aufs Board.  (Achtung nicht mit dem Knie die Finne zerstören, tut verdammt weh) Ist der Fuß da wo er hingehört  nicht den Fehler machen und aktiv hochsteigen wollen!!! Dann passiert nur, dass das Heck deines Boardes untergeht, die Nose in den Wind dreht und der Segelauftrieb schlagartig abbricht. Stattdessen lässt man durch das ranziehen der Segelhand den Druck im Segel wachsen. Sobald das Segel deinen Körper aus dem Wasser ziehen will, ist darauf zu achten  das dein Gewicht , welches jetzt schwerer wird (Physik 6. Klasse oder so) über die Masthand Druck auf den Mastfuß ausübt. Das Board nimmt schon etwas Fahrt auf, sodass man jetzt auch mit dem hinteren Fuß beim aufsteigen nachhelfen kann. Der vordere Fuß folgt dann automatisch, als daran bitte keine Gedanken verschwenden!

Voraussetzungen: Beachstart, Segelsteuerung, mind. Schwimmstufe 1

Oft ist es möglich bei einem vorhersehbaren ,,Waschgang" dem Segel im letzten Moment noch einen entscheidenden ,,Schupps" zu verpassen, so das es gleich in der optimalen Position auf der Wasseroberfläche liegen bleibt. Noch besser, man versucht mit allen Mitteln die Hände fest an der Gabel zu lassen und nach oben zu strecken. Meistens bleibt Euer Segel dann sogar über dem Wasser und man muss ,,nur" noch mit den Füßen das Board angeln und schon geht es weiter.  Diese Methode funktioniert nur, solang Du und das Segel sich noch in Luv des  Boards befinden. Vom Ufer betrachtet kann so ein Sturz auch schon mal wie ein ,,Cool-Move" aussehen

Hat das alles nicht geklappt und Du vermisst nach dem auftauchen dein Segel da es sich mit der Mastspitze in den Teichgrund gebohrt hat, hilft dann nur noch der Griff zum Startschot. Auch bei kleineren Boards und reinen Sinkern empfehle ich daher, einen solchen zu montieren, auch wenns "uncool" aussieht.  Wenn es auch nicht gelingt das Segel ganz hochzuziehen, hat man doch mit Hilfe dieses Teiles das Rigg schnell wieder an der Wasseroberfläche, und kann’s auch gleich in die richtige Lage befördern.