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Gran Canaria:

ein  Highlight meiner ,,Surfkarriere" war  zweifellos einmal in  POZO Izqierdo/ Cran Canaria zu surfen. Über Pozo ist schon soviel überall geschrieben worden, das es nicht nötig ist hier meinen überflüssigen Senf dazu niederzuschreiben. Nur soviel: Das alte Fischerkaff an der Ostküste von GC ist eines der brutalsten Surfspots weltweit, aber wenn Du da draußen ums überleben kämpfst und plötzlich  aus dem ,,Nichts" ein Segel mit der  E 11  auftaucht, dann hast du gute Chancen dein eigenes Unvermögen mal vorübergehend zu vergessen und einen ,,Big-Day" zu erleben. Noch ein Tipp: wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, dann nicht mit dem eigenen Material dort aufkreuzen.  Meist ist danach die Hälfte kaputt, denn wenn man im falschen Moment aufs Board springt und nicht genug Speed vor der ersten  Welle hast, wirst du dich mitsamt deinem teuren Material auf den footballgroßen Steinen des Ufers wiederfinden. Tipp: ein paar Meter mit dem Surfzeug in nördliche Richtung spazieren (sind die Waves kleiner), aber auch dabei kann man sich schon die Füße brechen!!!(deshalb macht es auch keiner)

Wesentlich weniger Salzwasser muss man 10km weiter südlich in Bahia Feliz beim Club Mistral oder in Aquila Playa bei Dunckerbecks schlucken. Kommt der Wind wie normal aus nördlicher Richtung , ist die Welle hier wesentlich kleiner und die Sideshorebedingungen erleichtern den Einstieg erheblich. Top-Material gibt es an allen beiden Clubs zu ,,normalen"  Preisen. Beide Clubs shutteln Euch auf Wunsch auch an die anderen Spot's. Seid Ihr allerdings mit eigenen Equipment und einem Mietwagen mal hier, dann gibt es da noch einen kostenlosen Geheimtipp. Zur Ketchupfabrik  fährt man von El Doctoral auf der alten Parallelstraße der Autobahn nach  Süden. Bei der Tanke an der Kreuzung links Richtung  Strand abbiegen.  Auf dieser Straße fehlt rechts ein Stück Leitplanke. Genau da müsst Ihr rein und den restlichen Weg zum Spot findet Ihr dann schon. Straußeneiergroße Kieselsteine am Strand bleiben euch hier natürlich auch nicht erspart. Hier ist im Sommer normalerweise die sogenannte Windgrenze zum Süden, d.h. mehr Wind, mehr Welle nur im Norden zu finden.

Adends  kann man hier auf GC so nahezu alles erleben worauf man gerade Bock hat. Über die zahlreichen  Kneipen, Restaurants, Disco's unten in Playa de Ingles will ich mich hier an dieser Stelle mal net äußern. Etwas zivilisierter geht's oben in Bahia Feliz ab. Der Sangria wird hier noch vom Barkeeper selbst gestylt und serviert. Etwas Niveau schadet keinem und teurer ist es auch net.

beste Unterkunft: Sunclub in Aquila Playa direkt neben Dunkerbeck's Surf Center, aber preiswertere Anlage, buchbar über ALLTours. Zum Board mieten einfach 50 m am Strand links und schon kannst Du dir deinen Stuff aussuchen. Siehe auch unter Top-Links: Dunkerbecks Side-Shore. (Hoffentlich bekomm ich bald mal eine Gratiswoche wenn ich hier soviel Werbung mach) ist aber wirklich TOP!!!

beste Reisezeit sind die Sommermonate von April bis September. Dann ballert der Passat in der Regel mit durchnitflich 6-8 Windstärken. Schön warm ist es auch im Winter, nur hat man da keine Windgarantie !!

Fuerteventura:

Im Gegensatz zu Gran Canaria sind die Surfspots hier rund um die Insel verteilt, so das man sich je nach Lust und Laune die entsprechenden Bedingungen raussuchen kann.  Empfehlenswert ist dann hier ein Mietwagen, da man damit innerhalb von 40 min überall hinkommt. Am bekanntesten sind immer noch Jandia Playa / Sotavento im Süden der Insel. Dort haben sich auch mehrere bekannte Surfstationen niedergelassen. Wavefreaks finden im Norden ihre Spots.

 

lago di garda/Gardasee:

Der Lago di Garda gehört zu den windsichersten und besten Windsurfspots Europas. Die zwei bekanntesten Spots am Lago di Garda sind Torbole im Norden, und Malcesine etwas weiter südlich am Ostufer.

Von der BRautobahn A22 Ausfahrt "Rovereto Sud - Lago di Garda Nord", bis

Torbole ist gut ausgeschildert.  Wenn man am Kreisel im Zentrum Torboles Richtung Malcesine fährt, liegt das Conca d´Oro kurz hinter dem Ortsausgang auf der rechten Seite direkt am Ufer. Es gibt hier eine Surfschule, mit Materiallager und Verleih. Falls Ihr Eure Schwimmweste vergessen habt oder so ein Ding gar nicht besitzt könnt Ihr hier kaufen ober leihen. Eigentlich der  beste Spot in Torbole, um bei der Ora aufs Wasser zu kommen. Man ist hier mit einem Schlag auf der anderen Seite des Sees etwa bei Ponale , wo's besser durch die Lago-Düse bläßt. Ansonsten sollte man immer die Local-Surfer im Auge behalten!!! , denn wenn die Anzahl der Surfer immer weniger wird sollte man sich auch ans Ufer bewegen, denn dann dauert's auch nicht mehr lang bis der Wind einschläft.

Das unvermeidliche sind auch an diesem Spot einmal die Parkplatzgebühren, wenn man mit dem eigenen Material angereist ist (6 bis 10 €), und die Platznot, da es hier an einigen Wochenenden und im Sommer sehr schnell voll ist. Man muss sich also rechtzeitig seinen Parkplatz sichern und die Gesellschaft vieler Windsurfkollegen auf engen Raum schätzen.
 

Malcesine bietet am Gardasee den besten Einstieg für alle Vento Starkwindfans. Besonders im Frühjahr und Herbst sollten auch 3.5 und 5qm Segel immer dadei sein, da der Vento mit 4...7Bft sideshore pustet. Malcesine ist ein sideshorerevier,d. h.  morgens von rechts "Vento" und nachmittags von links "Ora". Bei Vento gibt es mittlere bis mittelgroße Binnenseewellen. Am Nachmittag, wenn die Sonne am höchsten steht, kommen alle Aufsteiger auf ihre Kosten. Der Womo-parkplatz am Hafen ist eigentlich "unübersehbar" . Beim Einstieg am Ufer ist etwas Vorsicht ratsam, da viele große Steine an der Hafenmole extra hingekippt worden sind. Parkplatzticket nicht vergessen am Automaten zu ziehen. Es wird drei mal täglich kontrolliert!!

Auf der anderen Seeseite zwischen Limone und Riva befindet sich das "Surfhotel-Pier", welches inzwischen neu renoviert wurde. Hier ist windmäßig sowohl am Morgen als auch Nachmittags die beste Stelle am ganzen Lago. Wenn das Hotel nicht gerade mal unterbelegt is, hat man als Tagesbesucher kaum eine Chance einen Parkplatz abzukriegen. Insbesondere am Wochenende kommen die Italosurfer in Scharen, was auch beim Einstieg über die 4m breite Treppe jede Menge Nerven kostet. Das alles meist ohne nennenswerte Prügeleien abgeht ist fast schon sensationell. Direkt daneben ist eine Surfstation. (früher war das MB-ProCenter), wo man gegen viele Euros auch Schulung und Verleih betreibt.

Navene ist unser kleiner Geheimtipp für Gardaseebesucher, welche dem allgemeinen Trubel nix abgewinnen wollen. Zwar geht es auch hier insgesamt sehr eng zu, doch erinnert es eher an eine etwas familierere Atmosphäre. Camping Bommartini speziell ist hier erwähnenswert. Platzreservierung an den langen Wochenenden bzw. Juli/ August ist sinnvoll! Mittlerweile kann man ab eben dem Camping Bommartini auch mit dem Bike direkt am Ufer des Gardasees bis runter nach Malcesine radeln.

lago di como/Comersee:

etwas relaxter und lockerer als am Lago geht es am Comersee zu. Treffpunkt aller Windsurfer ist Domaso im Norden. Auf zahlreichen Camps direkt am See kann man sich dann entsprechend breit machen. (z.B.hier  http://www.campingardenia.it/ ) Die Platzpreise sind aufgrund der starken Konkurrenz der vielen Campingplätze äußerst erträglich!

Am stärksten pustet es dann ab ca. 13-14 uhr wenn die Thermik aus Süden ihren Höhepunkt erreicht. Vorwiegend bläst der Wind (Breva) aus dem Süden, und am Ostufer drüben meist mit 1-2 Bft mehr als direkt am Strand von Domaso. Deshalb täuscht man sich schnell mal in der Segelgrösse. Die kleine Mühe einmal rüberzukreuzen sollte man auf jeden Fall machen. Falls in der Schweiz die "Bise" angesagt ist, dann kann man sich am Comersee schon mal auf den berüchtigten Nordföhnwind einstellen. Der kommt dannn meist urplötzlich mit Stärke 6-8, sodas alles was nicht gerade angebunden ist erst mal einige Meter weit durch die Gegend fliegt. Der Nordwind ist außerdem sehr böig und drehend. Surfanfänger sollten sich das ganze dann lieber nur vom Ufer aus antun.

Die Umgebung ist auch ideal zum biken, wandern, angeln usw. falls mal Flaute sein sollte, was durchaus mal vor mittags passieren kann. Erreichbar ist der See von Deutschland aus am besten über Autobahn Memmingen- Bregenz-Chur, Abfahrt Thusis Süd über den Maloja-Pass (wo man am Lake-Silvaplana vorbeikommt) oder über den Splügen-Pass der etwas kürzer aber steiler ist. Dann weiter bis Chiavenna- Domaso.

Reschensee:

ca. 1500 m hoch auf der Fernpassroute ca. 5km hinter der italienischen Grenze gelegen. Wer sich die Mühe macht und einmal rundrum fährt, wird schnell feststellen, daß es nicht viele Möglichkeiten gibt ans Wasser zu kommen. Es wimmelt nur so von Verbotsschildern aller Art. Also direkt im Ort Reschen unten wo der Steg ist, dort gehts. Von der Hauptstrasse oben entdeckt man auch einen fahrbaren Weg da runter.

Toskana:

Die Bucht von Talamone ist eigentlich der beste Surfspot entlang der Küste. Hier wird der auflandige Wind durch den gegenüberliegenden Monte Argentario und den Bergen im Hinterland durch eine Thermik noch zusätzlich gepusht.  Links der Straße nach Talamone existieren zwei riesige Parkplätze die bis letztes Jahr noch kostenlos genutzt werden konnten. Ostern 2005 wurden wir auf dem vorderen vom Besitzer freundlich verwiesen. "No Parking,..never again" Seither ist die Schranke unten und mit einem dicken Schloß verriegelt. Unbestätigten Gerüchten zufolge beruht diese Maßnahme auf einem Kiteunfall im letzten Jahr, für den der Besitzer mit haftbar gemacht werden sollte. Der zweite Parkplatz gehört zum Talamone Camping Village und ist ebenfalls durch eine Schranke blockiert. Diese öffnet sich vermutlich nur, falls man sich auf dem Camping anmeldet.

in Albingia bzw. an der Mündung des Albegna findet man einen großen Platz direkt am Wasser. Nachdem in Talamone alles gesperrt war fanden wir nach langer Sucherei diesen Platz als beste Alternative. Der Wind wird hier schon etwas durch die Abdeckung des Monte Argentario beeinflußt. Weht er zu schwach, muß man sich die Mühe machen und ein paar hundert Meter raus durch die Bucht Richtung Talamone surfen. Hier draußen wird der Wind dann von Meter zu Meter besser. Gefahr bei einem Materialbruch aufs offene Meer getrieben zu werden besteht nicht, da es keinerlei Strömungen entlang der Küste gibt.

in Marina de Grosseto gibt es mehrere kostenlose Wohnmobilstellplätze direkt am Meer. Es kann da aber passieren, daß diese mal eben kurzfristig von den Carabineri geräumt werden, da manche  Rentnerwohnmobile vor allem Deutsche wochenlang da stehenbleiben würden. Surftechnisch gibts hier Sandstrand mit auflandigen Wind und mäßiger Welle.

 

Silvaplanasee:

das wahrscheinlich höchste surfbare Gewässer in Europa ist der Silvaplanasee in der Nähe von St.Moritz. Die beste Zeit um dahin zu fahren ist ausschließlich der Hochsommer zwischen Juni und Anfang September. Ansonsten erwarten einen da oben ziemlich frostige Temperaturen. Gesurft wird im nördlichsten Zipfel des See`s da dort der Maloja-Wind am stärksten pustet. Camping, Kiosk und gebührenpflichtiger Parkplatz vorhanden. Achtung! prollige Kiteszene auf der hinteren Wiese,...sehr amüsant.

>>>Tipp: aufgrund der Höhe (ca 2000 m ü. NN) ist natürlich auch der Luftdruck etwas dünner. Das hat zur Folge, das nicht soviel Vortrieb im Segel entsteht, wie man es normalerweise bei gleichen Wind in Meereshöhe empfindet. Es empfiehlt sich daher schon gleich 1-1,5qm mehr aufzuriggen.

 

Holland/Ijsselmeer:

Workum: um in die Badewannenbucht zu kommen fährt man Richtung Camping "ItSoal" der sich circa 1 km hinter Workum befindet. 50 m vor der Pforte rechts abbiegen, über die Holzbrücke und schon steht man direkt am Wasser. Für Tagesgäste ist das sogar kostenlos. Der Spot selbst ist reines Stehrevier, allerdings mit ein paar üblen flachen Sandbänken. Wer das erste mal da ist sollte jemand fragen wo diese genau sind. Bei Westwind gibt es weiter hinter der Sandbank auch eine gemäßigte konstante Welle, welche sogar zum rumspielen taugt. Für Waveeinsteiger ideal. Eine Surf & Kiteschule ist ebenfalls dort. Überhaupt sind Kiter im Stehbereich permant present.