Willkommen im more-wind Blogtagebuch 2012 (Einträge in absteigender Reihenfolge )
Surftage 2012 aktuell: 13
28. 4. -8.5. Italien/ Vada & Livorno
Eigentlich waren ja nur ein paar Tage am Comer See eingeplant. Dort waren wir auch am Samstag den 28.4. auf dem inzwischen "brüderlich" geteilten "Camping Gardenia". Die neue Hälfte heisst jetzt "Camp North-Wind" :-) In Wirklichkeit hatten wir Thermikwind aus Süden der gut für das 8,2m² Segel reichte, ....und der blies komischerweise bis in den späten Abend. Schon diese Tatsache lies vermuten das ein größeres Schlechtwettertief aus Süden im Anflug war. Sonntag regnete es dann in der Tat auch, und die Aussichten für die nächsten Tage waren nicht besser, so das wir uns kurzerhand entschlossen haben in die Toskana zu flüchten.
Als wir gegen 15Uhr nach weiteren 420km, 95€ tanken ( 1l. Diesel 1,92€ ) , und ca. 40€ Mautgebühren unseren Platz auf dem Camping Tripesce in Vada erreichten, hatten wir immerhin 20° und Sonne, jedoch kein Wind erstmal. Der kam dann Tage später mit 3-4Bft schön konstant sideshore daher, so das man es mal mit 9m² und dem großen Slalomboard wagen konnte. Das funktionierte erstaunlich perfekt in den immerhin fast 1,5m hohen Wellen. Die Tage vergingen wie im Fluge, Biggi war auch mal wieder beim windsurfen, aber wenn der Wind ausbleibt kann es in Vada dann schon mal langweilig werden. Nachdem wir dort alles abgelaufen hatten, und der Markttag auch vorbei war, wollten wir mal was anderes sehen. Also einfach mal via Navi nach weiteren Camps gesucht. "Camping Miramare" bei Livorno kam dann in die engere Auswahl. Bevor es die 50km dahin los gehen konnte, musste erst mal die Iveco Batterie wiederbelebt werden. Schließlich sprang er irgendwann dann doch an, und paar Minuten später waren wir schon auf den neuen Platz angekommen.
Der erste Eindruck war sensationell! Die Plätze in der ersten Reihe haben eine eigene Terrasse, von der man ein genialen Ausblick aufs Meer hat. Liegestühle, Sonnenschirm steht alles schon da, man muß nicht mal den Bus ausräumen. Nach einem kurzen Erkundungsrundgang ging es dann auch gleich mal mit dem großen Zeugs aufs Wasser. Der Einstieg ist hier nicht ganz unproblematisch, da viele Felsen und Untiefen entlang der ganzen Küste vorgelagert sind. Nach Seeigeln sollte man ebenfalls Ausschau halten. Draußen dann stellt man fest, das der Wind, welcher von einer leichten Thermik beschleunigt wird, hier etwas böig ist, aber dennoch problemlos surfbar. Die verbleibenden Tage hatten wir sogar Zeit für einen Stadtbummel durch Livorno und für eine Klippenwanderung entlang der Küste. Für 40,-€ pro Tag kann man hier aber auch keine Ewigkeit stehen bleiben, aber der Kurzurlaub war ja eh zu Ende. am 8.5. ging es über die Genuaroute nonstop wieder heim. Die besten Fotos aus den Tagen findet man in einer Extragalerie Toskana >>>
5. 04.- 11.04. Kroatien Krk / Baska
.... um 3 Uhr aufstehen, und los ging es Richtung Kroatien, genauer gesagt auf die Insel Krk nach Baska. 680km stand auf dem Navi, da für die Hinfahrt die etwas kürzere Route via Brenner angedacht war. Bekanntlich ist die kürzeste Strecke aber nicht unbedingt die schnellste, so das wir erst gegen 14 Uhr im Camp "Zablace" einchecken konnten. Auf dem wenig besuchten Camping war es kein Problem einen Platz direkt in der ersten Reihe, ca.15m vom Strand entfernt zu ergattern. Nachmittags hatten wir dann ca. 15° Lufttemperatur, leichten Südwind und paar Wölkchen. Ein Spaziergang am Meer mit Loco der dabei zum ersten Mal Kontakt mit Salzwasser hat. Das führte später zu Dauerdurst und Darmspülung. Man merkt, das hier noch bis vor paar Tagen alles im Winterschlaf war. Überall wird gesägt, gehämmert und geputzt. Auch noch kein warmes Wasser aus irgendeinem Hahn möglich.
6. 04. nachts sintflutartige Regenschauer, morgens dann 20° und Sonne, leichter Wind aus Süd, ca.2-3 Bft,.... es könnte also mit großem Segel funktionieren. Probieren geht über studieren, deshalb mal das 8,2m² Ka koyote geriggt. Für ein paar Gleitphasen hat es letztendlich gereicht, meist aber nur dümpeln angesagt. Ansonsten ein gemütlicher Chilltag.
7. 04. Südwind, auch Yugo genannt bei bedecktem Himmel und höchstens15°. Der Wind schwankt zwischen 2 und 7 Bft. Eigentlich kaum surfbar, wenn man nicht die nötige Kochelseeerfahrung hat :-) Den ganzen Tag muß man sich das nicht antun, also nachmittags noch mal einen Spaziergang durch Baska bis zur Bunculuka-Bucht gemacht, mit anschliessender Einkehr in eine Hafenbar. Viele haben ja noch nicht geöffnet. Abends wieder kalt duschen angesagt.
8. 04. heftiger Sturm in der Nacht, wieder mit Regen. Morgens immer noch Sturmböen bis 7 bft. aus Ost, direkt auflandig in die Bucht rein. Lft 5° Wasser 8°, Wellen bis zu 2m paralell zum Strand einlaufend, keine Chance hier rauszukommen, zu mal der wind auch immer wieder regelmäßige Pausen macht. Deshalb mal wieder den Zündschlüssel eingesteckt und die anderen Surfspots auf Krk erkundet. (Nachzulesen in der Spotrubrik) Später wieder in Baska die nächste Hafenbar getestet.
Ostermontag 9. 04. Sonnenaufgang bei schlappen 5° Luft, jedoch mit Borawind bis ca.7 Bft. Die Berge des Velebit-Gebirges drüben auf dem Festland sind in der Nacht mit Neuschnee frisch eingedeckt worden. Also erst mal den dicken Winterneo suchen, und dann das 5m² Mauisails Global aufgebaut. Bis gegen 11 Uhr ging das ganz pasabel, jedoch nur auf dem 110l. Freerideboard, mit dem86l. Waveboard hätte ich wohl paar Schwimmeinlagen in den wieder öfter sich wiederholenden Windpausen gehabt. Nachmittags dann Sonne pur bei 10-12°. Dusche immer noch kalt.
10. 04. Das erste Frühstück im Freien bei Sonne und 15°, kein Wind mehr, also Strandchilltag angesagt. Die Wassertemperatur ist nach dem Sturmtag gestern noch mal etwas in den Keller gegangen, trotzdem ist Biggi mit dem Surfboard mal quer durch die Bucht gepaddelt. Am Abend das erste Mal grillen, auf unserer beschlagnamten Terrasse der noch geschlossenen Strandbar vor unserem Platz.
11. 04. Der Wind hat wieder komplett gedreht und bläst aus Süden mit ca. 6 Bft. Der Himmel ist bedeckt und ab und an regnet es auch. Aber nicht so kalt wie vorgestern, ca. 15° immerhin. Schöne Freeridesession mit 6,0er Switch und Fanatic Hawk. Ab und an dann doch paar Aufwärmphasen im Bus nötig. Wenn die Sonne fehlt ist es halt doch auf Dauer kalt im Neo. Nach der Mittagspause dreht der Yugo nochmal auf bis zu 8Bft in Böen. Jetzt endlich passt es auch für das kleine Waveboard, also nochmal rein in den kalten Neo und Wellen suchen. Der beste Wind der Woche! ..und in der Dusche immer noch nur kaltes Wasser.
12. 04.- 15. 04. Premantura :
.... trübes Wetter, schlechte Aussichten, also kurzentschlossen nach dem "Bettkaffee" alles eingeräumt, ausgecheckt und die180km Fahrt nach Istrien gemacht. Gegen Mittag Ankunft auf dem Camping Stupice in Premantura. Das war die beste Entscheidung der Woche. Es erwartete uns hier bestes Wetter und ein traumhafter Platz direkt am Meer auf einer Halbinsel. Loco hat sich gleich in Cindy, eine Hoverwartmixe verknallt. Leider zu wenig Wind um gleich mal loszusurfen, aber das große Board hatte ja eh einen kleinen Transportschaden, welcher erst mal gerichtet werden sollte. ...und endlich ne heiße Dusche!
13. 04. Regen, bedeckter Himmel 16°, also erst mal Rundgang durch das Fischörtchen Premantura. Auch hier fast alle noch im Winterschlaf, immerhin ein Supermarkt hat offen. Auf dem Heimweg ein leichtes Rauschen im Pinienwald, ...und upps plötzlich Bora mit ca. 3-4 Bft. 8,2er koyote war schnell aufgebaut, aber das Board war noch nicht ganz ausgehärtet. Egal Tape drüber und los. Einfach nur genial bei konstanten Wind hier zwischen den vorgelagerten Inseln hoch und runter zu cruisen.
14. 04. Wind! Die Bora steigerte sich im Laufe des Vormittages bis mittlere 7Bft. Thommy um 9 Uhr aufs Wasser mit 7.4m², 9.30Uhr mit 6.0m², 10.30Uhr dann mit 5.0m² und kleinstem Waveboard. Fast Nonstop bis 14.Uhr , dann endlich Frühstücken. Leider alles ohne Sonne bei nicht mehr als 15°. Gegen Nachmittag schlief der Wind ein, aber völlig wurscht, die Kondition war eh hinüber. Dennoch der beste Tag des Urlaubes, wenn nicht gar überhaupt seit sehr langer Zeit.
15. 04. Dauerregen und keine besseren Aussichten bis morgen Nachmittag. Spontan die Zelte hier abgebrochen, denn wir wußten ja, hier würden wir wieder herkommen, es wird nur eine Frage der Zeit sein.
25. und 29. 03.. das erste Mal dieses Jahr am Badsee bei 3-4Bft und angenehmen sonnigen Temperaturen mit 8,4m² auf Wasser.